Sieben Gedanken

Über Monate war die Karstadt-Übernahme durch den Investor Nicolas Berggruen ein Thema in den Medien: Vorstände, Manager, Mitarbeiter, Gewerkschaften, Investoren, Politiker – jeder hatte seine Vorstellungen, Anforderungen und Wünsche. Nur eine Gruppe kam ein bisschen zu kurz: die Kunden. Deshalb unsere Frage an 7 Karstadt-Kunden aus 4 Städten:

Was wünschen Sie sich vom „neuen Karstadt“?

P. H. (41) “Ein Platz, der mein Platz ist”

Ich wünsche mir, dass Karstadt zum “Neuen Kaufhaus” wird. Ein Platz, an dem man naehzu alles bekommen kann, ist wunderbar. Mit einer Sepzialisierung auf die Bedürfnisse des Kunden, die es sonst nicht mehr gibt. Mit Spaß und Freude für die Menschen und Mitarbeiter und hoher Service-Orientierung. Mein Wunsch: Ein Platz, der mein Platz ist zum Anfassen und Ausprobieren wenn ich nicht online kaufen will.

M. L. (54) “Bessere Besetzung”

Ich wünsche mir von Karstadt eine bessere Besetzung und qualifizierteres Personal. (insbesondere in der Strumpfabteilung)

W.R. (58) “Weg vom Kramladen”

Ich wünsche mir ein Ambiente weg vom Kramladen: Helle, freundliche Erlebnisflächen mit gut sichtbarer Warendarstellung. Dazu freundliche, motivierte Mitarbeiter, die verfügbar sind.

S. K. (40) “Ich will überrascht werden”

Vom “neuen Karstadt” wünsche ich mir, dass die es schaffen, dass Einkaufen wieder wirklich Spaß macht: Ich will von Angeboten und Produkten überrascht werden, mich auf jeden Einkauf freuen können.

S. G. (47) “Inspiration”

Ich wünsche mir, dass Karstadt mir nicht nur Produkte, sondern Ideen liefert: Anregungen und Inspirationen, auf die ich selbst nicht kommen würde: durch außergewöhnliche Artikel, durch mitdenkendes Personal, das auch mal sagt: “… ich glaube, da kann ich ihnen etwas empfehlen, das Ihnen bestimmt gefallen wird.”

A. L. (33) “Vornedraus statt hinterher”

Der neue Karstadt soll eine neue Generation von Einkaufen sein. Nicht irgendeinem Trend (Discount, Spezialist, Allerlei à la “Nanu Nana”) hinterherlaufen, sondern eine eigene “Dimension” darstellen. Bisherige Dogmen überwinden. Vielleicht die erste wirklich integrierte Einkaufsstätte sein. Online. Offline. Alles. Damit wäre Karstadt ganz vorne dran.

G. W. (39) “Mein Leben verstehen”

Karstadt soll mein Leben verstehen: Mein Leben besteht aus großen und aus kleinen Dingen. Mal braucht man einen tollen neuen Wintermantel. Mal ein paar Knöpfe. Beides ist gleich wichtig. Es gibt kein Laden, der das respektiert.

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Der Supersieben-Gedanke zu diesen sieben Gedanken:

Wer hätte das gedacht. Keiner sucht nach Schnäppchen! Wonach dann? Versucht man, die Motive hinter den Aussagen zu verstehen, könnte es das sein: Karstadt soll ein “Lebenskaufhaus” sein. Ein Partner für mein ganz normales Leben. Dazu sind drei Dimensionen wichtig:

1. Verständnis – die gemeinsame Geisteshaltung: Ich suche jemanden, dem wichtig ist, was mir wichtig ist. Der an das glaubt, woran ich auch glaube.
2. Möglichkeiten – in meinem Leben möchte ich keine unnötigen Einschränkungen haben. Beim Einkaufen also auch nicht.
3. Inspiration – ich suche jemanden, der nicht nur das hat, was ich will. Sondern auch das, von dem ich noch gar nicht weiß, dass ich es will.

Bisher gibt es keine Einkaufsstätte, die alle drei Dimensionen wirklich gut erfüllt. In anderen Worten: Viele Chancen, um die Wünsche der Kunden auch wirklich zu erfüllen. Hoffen wir, dass es klappt.

Ausgedacht von Supersieben GmbH & Co. KG.
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